Auf den Spuren der Belgier

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Aus unserer Chronik   "Die Belgier kommen"     Erstellt: 28.12.2020

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Auf den Spuren der Belgier

Kassel war belgische Garnisonstadt von 1952 bis 1970.

In dieser Zeit waren belgische Soldaten in unserer Heimatstadt stationiert. In der Frankfurterstraße, dort wo heute die Polizeischule ist, fanden belgische Pioniere und in der Eugen Richter Strasse, in der ehemaligen Wittich Kaserne belgische Panzerjäger ihre neue Heimat. Im Auefeld wurde in 100 Tagen auf einem sumpfigen Gartengelände eine neue Siedlung mit Schule und Kaufhaus für die belgischen Familien aus dem Boden gestampft.


Teilweise waren 3000 belgische Soldaten und ihre Familien hier beheimatet. Hauptsächlich durch die belgischen Pioniere, sind der Stadt und ihren Vereinen großzügige Hilfen Zuteil geworden. Immer dann, wenn was zu planieren, sprengen oder abzureisen war, waren die belgischen Soldaten zur Stelle. Diese Hilfen waren immer kostenlos und wurden als Ausbildung angesehen. Der damalige Kommandant sagte einmal, es wäre doch besser sinnvolle Dinge zu tun, als auf der Dönche Erdhaufen hin- und herzu schieben.


Die Betonstraße von der Lüttich-Kaserne am Westfriedhof vorbei bis zum Übungsplatz in der Dönche wurde für belgische Panzer angelegt. Neben dem Haus Rothstein (Heinrich-Schütz-Allee / Dachsbergstraße) war die Schießanlage. Auf einem Teil des ehemaligen Munitionsdepots am Döncherand entstanden die Feuerwache II und die Feuerwehrschule. Und im ehemaligen Offizierskasino mit Tennisplatz am Hasselweg sitzt heute die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.


Immer wieder halfen die belgischen Streitkräfte bei Großprojekten. Mit ihrem schweren Gerät übernahmen sie den Erdaushub für das Schwimmstadion am Auedamm, planierten Flächen für Sportveranstaltungen und leisteten für viele Vereine unbürokratische Hilfe. All diese Einsätze seien immer als Übungen ausgewiesen gewesen, nie habe es eine Rechnung gegeben.

Im Stadtbild waren die Belgier auch bei Paraden präsent.


Mehrfach kam König Baudouin nach Kassel zu Truppenbesuchen. Die Paraden fanden vor der Orangerie, auf der Hessenkampfbahn, der Wilhelmshöher Allee und der Kohlenstraße statt.

In Kassel waren sie bis 1970 stationiert. Aus dieser Zeit stammen die noch immer existierenden Verbindungen zu dem Panzeraufklärungsbataillon 2 aus Hessisch Lichtenau.

Nach knapp 50 Jahren haben die belgischen Einheiten Kassel nun verlassen.


1970 wird das Regiment nach Lüdenscheid verlegt und 1973 umgerüstet mit der englischen Spähpanzerfamilie CVR-T. 1986 bekommt das 2. Jagers te Paard den Kampfpanzer Leopard 1 und wird damit Panzerbataillon.

Die Wende im Osten Europas und die Wiedervereinigung Deutschlands, hinterlassen auch in der belgischen Armee Spuren. Verschiedene Einheiten werden aufgelöst, so auch das 2. Jagers te Paard als Panzerbataillon. Namen, Tradition und Standarte werden aber in 1992 sofort übernommen von einer neu gegründeten Radarbeobachtungseinheit die in Köln-Westhoven stationiert wird.

Heute ist das Regiment eine selbständige Kompanie, in Belgien spricht man Eskadron.

Eine kleine Einheit also, aber stolz auf ihre Herkunft, Geschichte, Standarte und Name: das 2. Regiment Jagers te Paard.



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